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Tipps und Tricks, um mit dem Rauchen aufzuhören

Blasenkrebs: Unbekannte Zusammenhänge

Bei den Stichworten Krebs und Tabak denkt man sofort an Lungenkrebs. Weniger, oder gar nicht an Blasenkrebs, obwohl die Tabaksucht die Hauptursache dafür ist,  mit einem auf 2-4x höher geschätzten Risiko bei Rauchern. Erklärungen von Dr. Morgan Rouprêt, praktizierender Arzt am Universitätsspital, urologischer Chirurg des CHU de la Pitié-Salpétrière.

 

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Blasenkrebs: Die Zahlen

« Der Blasenkrebs ist im Allgemeinen unbekannt, obwohl es ein sehr aggressiver Krebs ist, an dem man oft stirbt.» informiert Dr. Morgan Rouprêt. Es ist weltweit der 9. häufigste Krebs. Es ist der zweithäufigste Krebs im Urogenitalbereich, nach dem Prostatakrebs, was das Vorkommen und die Ausbreitung angeht. Dieser Krebs betrifft hauptsächlich Personen über 65 (70% der diagnostizierten Patienten). (1) Das häufigste Vorkommen des Blasenkrebses wird in Industrienationen beobachtet, vor allem Nordamerika und Westeuropa. Dieser Krebs ist häufiger bei Männern. Die Sterblichkeit ist fünfmal höher bei Männern als bei Frauen. Dieser Geschlechterunterschied in Bezug auf den Krebs kann durch den Tabakmissbrauch und Einflüsse an der Arbeit erklärt werden (chemische Farben, Mineralöle, Gummi...). « 90% der Blasenkrebse sind Urothelialtumore* » gibt Dr. Rouprêt an. Diese können oberflächlich sein, d.h. sie befallen den Blasenmuskel nicht, oder eindringend sein, d.h., dass sie den Blasenmuskel befallen.

* Urothelialtumor: Tumor mit den gleichen Eigenschaften wie die Schleimhaut (Urothelium) der Blase.

Blasenkrebs: Der Tabak als Hauptursache

« Der Tabak ist in den allermeisten Fällen dieser Urothelialtumore die Ursache. » gibt Dr. Rouprêt an. Der Zusammenhang zwischen dem Tabakmissbrauch und dem Blasenkrebs wurde in zahlreichen Studien in den Jahren 1970 bis 1980 bewiesen. Eine im August 2011 im JAMA (The Journal of the American Medical Association) erschienene Studie mit 281394 Männern und 186134 Frauen hat nochmals gezeigt, dass die Tabaksucht ein wichtiger Krebsrisikofaktor für beide Geschlechter ist. Die Schlussfolgerungen? Raucher haben ein 4-mal höheres Risiko als Personen, die nie geraucht haben.

Wie erklärt sich die Giftigkeit des Tabaks auf die Blase? « Die toxischen Substanzen werden in der Blase abgebaut und gelagert » erklärt der Urologe. « Da die Blase ein Lagerorgan ist, ist die Kontaktzeit zwischen der Blasenwand und den schädlichen Produkten erhöht. » sagt er ausserdem. « Im Gegensatz dazu sind die Nierenkörperchen und die Harnröhren Durchgangsorgane, was erklärt, warum es viel weniger Tumore der oberen Ausscheidungsorgane gibt. » präzisiert er. Zwei Faktoren sind in Betracht zu ziehen: die Dauer des Tabakmissbrauchs und die Menge. « Es gibt einen Dosiseffekt, d.h. ein Anhäufen der schädlichen Wirkungen mit der Zeit. » sagt Dr. Morgan Rouprêt. Das Vorkommen des Blasenkrebses hängt also direkt mit der Anzahl Jahre der Tabaksucht und der Anzahl gerauchter Zigaretten pro Tag zusammen. Das Blasenkrebsrisiko ist ausserdem höher bei Personen, die früh mit Rauchen angefangen haben und bei Personen, die seit der Kindheit dem Zigarettenrauch ausgesetzt waren.

Schützen Sie Ihre Blase: Hören Sie mit Rauchen auf

Der Tabakentzug vermindert anscheinend das Vorkommen des Blasenkrebses bei Männern und Frauen. So wurde eine sofortige Abnahme des Blasenkrebsrisikos bei Personen, die mit Rauchen aufgehört haben, festgestellt. Diese Abnahme geht weiter, von - 40% auf -60% nach 4 bis 25 Jahren der Tabakabstinenz (2). Der Tabakentzug bringt sogar etwas, wenn die Krankheit schon diagnostiziert wurde. « Es gibt viele Rückfälle bei diesem Krebs, der Tabakstopp reduziert dieses Risiko aber. » informiert Dr. Morgan Rouprêt. Ausserdem « erlaubt es der Rauchstopp, das Auftreten eines multifokalen Tumors unwahrscheinlicher zu machen. » fügt der Urologe an. Im Fall eines multifokalen Tumors, d.h. dem Vorhandensein von mehreren Tumoren, kann es nötig sein, eine Zystektomie vorzunehmen, eine vollständige Entfernung der Blase, mit allen Konsequenzen auf die Lebensqualität, die man sich vorstellen kann.

Der Kampf gegen den Tabakmissbrauch ist ein Mittel, das Vorkommen dieses Krebses zu senken, dessen Behandlung schwierig ist, mit schweren Konsequenzen für den Patienten und einer furchterregenden Prognose.

Symptome und Diagnose

Der Nierenkrebs ist der 3. urologische Krebs nach demjenigen der Prostata und der Blase. Er befällt eher Männer und nimmt ständig zu. Der Blasenkrebs ist relativ häufig. Er betrifft ungefähr 10'000 Personen pro Jahr, vor allem Männer zwischen 50 und 70. Es gibt nicht nur eine Ursache für Nieren- und Blasenkrebs. Die bisher bekanntesten Risikofaktoren sind der Tabak und das den chemischen Produkten Ausgesetztsein. Und wie für alle Krebsarten gilt, je früher die Krankheit entdeckt wird, desto grösser sind die Heilungschancen.

Die untenstehenden Anzeichen und Symptome weisen nicht zwingend auf Krebs hin. Um sicher zu gehen, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen.

Für den Nierenkrebs:

  • Anschwellung oder sichtbare Masse am Unterleib (im Fall von Nierenkrebs, aber selten im Fall von Harnleiterkrebs)
  • Blut im Urin
  • Kreuzschmerz, Schmerz seitlich des Abdomens oder unter den Rippen

Für den Blasenkrebs:

  • Häufiger Harndrang
  • Verspätete Miktion (Schwierigkeit anfangs des Harnlassens)
  • Blasenkrämpfe
  • Schmerz oder Brennen während der Miktion (Algurie)
  • Häufige Infektionen der Harnwege

Bei der Diagnose werden Tests angewandt, die eine genaue Untersuchung der Organe, Gewebe und Knochen erlauben: Röntgenradiographie - Echographie (Ultraschall) - Scanner - Magnetresonanzbildgebung (MRI) - Knochen-Szintigraphie.

Eine Biopsie erlaubt es, mit Sicherheit eine Krebsdiagnose zu erstellen. Dabei werden Zellen oder Gewebe aus dem Körper entnommen und unter dem Mikroskop untersucht. 
Die Urographie oder die Pyelographie erlauben es, nach Injektion eines Farbstoffs den Umriss der Nieren, der Harnröhre und der Blase zu sehen und die Arterien zu untersuchen, die die Nieren mit Blut versorgen.

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Echographie, die einen Nierenkrebs zeigt (siehe gestrichelte Linie)


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Vom Scanner aufgenommener Schnitt, der den Krebsbefall an einer linken Niere zeigt

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Magnetresonanzbild, das einen Nierenkrebs an einer linken Niere zeigt

Behandlungen

  • Zystoskopieund Fulguration oder Laserbehandlung: Zerstörung der malignen Gewebe durch elektrischen Strom (Fulguration) oder einen speziellen hochenergetischen Lichtstrahl (Laser). Diese Behandlung muss mehrmals wiederholt werden und kann im Fall von Oberflächen- und Papillentumoren der Blase einen chirurgischen Eingriff ersetzen.
  • Hormontherapie:Verabreichung von Hormonen in Tablettenform oder als Injektionen, um die Grösse eines Nierentumors zu verringern.
  • Chirurgischer Eingriff(Total- oder Teiloperation eines Tumors und gewisser benachbarter Gewebe), Radiotherapie (Zerstörung der Krebszellen mittels hochenergetischer Röntgenstrahlung) und/oder Chemotherapie (Verabreichung von Medikamenten, die die Entwicklung und Ausbreitung der Krebszellen stoppen).

Krebsursachen

Es gibt keine Hauptursache für den Nieren- und Blasenkrebs, aber Risikofaktoren:

  • Alter (Der Nieren- und der Blasenkrebs werden vor allem nach 50 Jahren diagnostiziert)
  • Geschlecht (Der Nieren- und der Blasenkrebs kommen häufiger bei Männern als bei Frauen vor)
  • Tabakmissbrauch
  • Uebergewicht
  • Langfristiger Gebrauch von Phenazetin, einem Analgetikum
  • Langfristige Dialyse (beim Nierenkrebs)
  • Metallverarbeitende Koksofen (Eisenverarbeitende Industrie)
  • Genetische Mutation
  • Das Nierenkrebsrisiko soll bei Arbeitern, die mit Asbest in Kontakt kommen, und Patienten, die mit veralteten, nicht mehr angewendeten radiotherapeutischen Methoden behandelt wurden, ebenfalls erhöht sein.
  • Gewisse Farbstoffe der chemischen Industrie (Blasenkrebs)
  • Bilharziose (Blasenkrebs in Afrika und Asien): Parasitäre Infektion (Schistosomiase)

Wichtig: Der Nieren- und Blasenkrebs kann manchmal auch ohne diese Risikofaktoren auftreten.

Prognose

2.4% der Krebstodesfälle gehen auf das Konto vom Nierenkrebs (2.5% bei Männern und 2.3% bei Frauen). In Genf (CH) entspricht dies der 12. Krebstodesursache bei Frauen und der 11. bei Männern.

3.8% der Krebstodesfälle gehen auf das Konto vom Blasenkrebs (5.4% bei Männern und 2.6% bei Frauen). In Genf (CH) entspricht dies der 10. Krebstodesursache bei Frauen und der 6. bei Männern.

Graphiken und Statistiken

Der Nierenkrebs repräsentiert 2.5% der Krebsfälle bei Erwachsenen. Sein Vorkommen in der Schweiz liegt bei 11 Fällen auf 100'000 Personen, also ungefähr 550 Neuerkrankungen pro Jahr. Das Durchschnittsalter zum Zeitpunkt der Diagnose liegt bei 62 Jahren. Das Geschlechterverhältnis sieht wie folgt aus: 2 Männer auf 1 Frau.

Der Blasenkrebs entspricht 3.6% aller Krebsarten bei Erwachsenen. Schweizweit lässt sich sein Vorkommen auf 16 Fälle pro 100'000 Personen, also 800 Neuerkrankungen pro Jahr beziffern.

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Um mehr darüber zu erfahren

Bibliographie

(1) INVS, données 2005, www.invs.sante.fr/surveillance/cancer
(2) Kaufman DS, Shipley WU, Feldman AS: Bladder Cancer. The Lancet 2009; 374: 239 - 249

Autoren:
Anne-Sophie Glover-Blondeau  (neuer Text)
Evelyne Laszlo (alter Text)

 

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