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Tipps und Tricks, um mit dem Rauchen aufzuhören

Risiken und Mund-Zahn-Krankheiten

Rauchen ist sehr schädlich für die Mund-Zahn-Gesundheit, vor allem die Mundschleimhaut, das Zahnfleisch und die Zähne. Viele Probleme können durch eine regelmässige und gründliche Beobachtung des Mundinnern und regelmässige Kontrollen beim Zahnarzt oder Dentalhygieniker vermieden werden.

Erfahrungsbericht von Jess, 23 Jahre alt, September 2010

Ich habe mit 15 Jahren angefangen, weil es cool schien. Nun bin ich 23 und rauche jeden Tag. Die durch die Zigarette verursachten Gesundheitsprobleme haben mich nicht interessiert. Lungenkrebs? Nein, ich habe nie wirklich daran gedacht... Woran ich noch weniger gedacht habe, ist, dass der Tabak andere Krankheiten verursacht, weniger bekannte als Krebs, und nicht unbedingt tödlich. Alles hat mit einem leichten Zahnschmerz angefangen. Eine Schmerztablette und der Tag geht weiter, wie wenn nichts gewesen wäre... Am Abend habe ich noch Schmerzen, ich berühre den Ort, der schmerzt, und ziehe meinen Finger voller Blut aus meinem Mund. Als ich am Morgen aufwache, ist mein Mund voller Blut. Ich wende eine antiseptische Mundspülung an und gehe meinen üblichen Beschäftigungen nach. 2 freigelegte Zähne später komme ich beim Zahnarzt an und weine vor Schmerz. Die Diagnose lautet: Ulzeronekrotische Gingivitis. Kennen Sie diese Krankheit? Das Zahnfleisch stirbt ab, ja, es verfault. Der Schmerz ist intensiv, man hat einen Metallgeschmack im Mund, der Atem riecht verfault, die Zähne verlieren den Halt und fallen schliesslich aus... Ich habe Glück! Ich bin rechtzeitig aufgewacht und habe mich richtig behandlen lassen. Ich habe noch Schmerzen, die Behandlung dauert lange, ich muss meinen Mund sehr oft kontrollieren lassen, weil das Risiko eines Rückfalls da ist und immerhin meine Zähne auf dem Spiel stehen! Als junge Raucherin weiss ich, dass wenn man über Krebs, kardiovaskuläre Krankheiten, etc., redet, das Ganze sehr weit weg oder theoretisch klingt. Ich weiss, dass diese Dinge passieren können. Aber ich möchte den jungen Leuten, die wie ich rauchen und sich nie um ihre Gesundheit Sorgen machen, sagen, dass es weniger schwerwiegende Krankheiten gibt, wie meine Krankheit, die uns aber auch das Leben verderben können. Mit 23 Jahren habe ich es riskiert, meine Zähne zu verlieren aufgrund des Tabaks. Was werde ich im Alter von 30 oder 40 noch riskieren? Nein danke, ich bin 23 und ich behalte alle meine Zähne! Ich höre mit der Zigarette auf!

 

Hippopotame

Mein Mund und ich

Die Mundhygiene steht in engem Zusammenhang mit unserer Lebensqualität, unserem Wohlbefinden. Eine schlechte Mundgesundheit hat direkte Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Person, kann aber auch Störfaktor fürs Umfeld sein.

Haben Sie eines der folgenden Anzeichen festgestellt?

  • Mundgeruch (auch Halitose genannt)
  • Gelbe Zähne und vom Zigarettenrauch gefleckte Zähne (z.B. vom Teer)
  • Störungen des Geschmacks- und Geruchssinns
  • Trockener Mund, Speichelmangel
  • Verlust der Mundschleimhaut-Elastizität: Die weichen Gewebe werden faserig (pdf Seiten 6-7 lesenswert)
  • Lockerung des Halts im Zahnbett, Beweglichkeit der Zähne (oder Parodontitis)
  • Zahnkaries

Wenn Sie an einem dieser Smyptome leiden, wenden Sie sich an Ihren Zahnarzt.
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Risiken und Mund-Zahn-Krankheiten

Der Tabak beeinflusst die Physiologie der Mundhöhle und zieht wichtige Aenderungen des Mundökosystems nach sich. Zu den signifikantesten Problemen gehören:

  • Der Mundhöhlenkrebs steht in engem Zusammenhang mit dem Tabakkonsum, der Zigarette, der Pfeife und dem Kautabak. Schweizweit werden jährlich einige 1000 Mund- oder Rachenhöhlenkrebs-Neuerkrankungen registriert (Oropharyngeales Karzinom). Von diesen sterben ungefähr 400 Personen innerhalb von 5 Jahren nach der Diagnose; und dies vor allem, weil die Tumore auf der Zunge, am Gaumen und Kiefer zu spät erkannt werden.

tumeur_langue
leucoplasie_langue
Bösartiger seitlicher Tumor der Zunge.

Quelle: World Health Organization
Leukoplasie (Läsion als Vorstufe zu Krebs)
auf dem Mundboden und
der Zunge

Um mehr zu erfahren
"Tobacco or oral health" : Dokument über die Konsequenzen von Tabak auf die Mund-Zahn-Gesundheit (PDF)
"Oral cancer brochure": Weltkarte der Regionen, die vom Mundhöhlenkrebs betroffen sind (PDF)
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Parodontale Krankheiten:
  • Die Gingivitis ist eine lokale Zahnfleischerkrankung, die durch Zahnbelag (Biofilm) verursacht wird. Rechtzeitig erkannt, handelt es sich um ein Leiden, das prinzipiell vollständig reversibel ist, unter der Voraussetzung, dass man eine einwandfreie Zahnhygiene aufrechterhält. Bei Rauchern kann sie sich zu einer akuten, schmerzvollen Form entwickeln, der ulzero-nekrotischen Gingivitis.
  • Die Parodontitis entspricht einem fortgeschritteneren Entzündungsstadium. Charakteristisch ist die Zerstörung des Stützgewebes um einen oder mehrere Zähne. Die Stützgewebe lösen sich stufenweise vom Zahn und der Abstand zwischen dem Zahn und dem Zahnfleisch wird grösser, was zu beweglichen und schlecht fixierten Zähnen führt, die nun länger erscheinen. Die Parodontitis hängt oft mit dem Zahnstein und dem Zahnbelag zusammen, der sich unter dem Zahnfleischrand befindet. Es wurde bewiesen, dass das Risiko für eine Parodontitis 4-mal höher ist bei Rauchern. Man diagnostiziert 3 Phasen von Parodontitis: Anfangsphase (oder leichte Parodontitis), mässige und fortgeschrittene Parodontitis, siehe untenstehende Photos:


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Die Radiographie und die Photo zeigen das Verschwinden des Knochens um den Zahn
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paro3
Fortgeschrittene Parodontitis
Quelle:www.parodontologie.ch

  • Zahnkaries hängt mit dem Vorhandensein von Karies verursachenden Bakterien zusammen, die Säuren aus in der Nahrung enthaltenen Kohlenhydraten produzieren. Im Prinzip werden diese Säuren durch den Speichel neutralisiert. Ein verringerter Speichelfluss oder eine geringere Neutralisierungsfähigkeit und mehr Bakterien verursachen mehr Karies.
Um mehr darüber zu erfahren
Was bedeutet Parodontitis?
"Tabaksucht, Handeln in der Zahnarztpraxis" (Seiten 9-11 lesenswert)
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Zahnhygienehandbuch
Es ist sehr wichtig, selbst regelmässig das Mundinnere zu kontrollieren. Ebenso ist es essentiell, vom Zahnarzt oder Dentalhygieniker regelmässige Kontrollen durchführen zu lassen (mindestens einmal pro Jahr, alle 6 Monate ist besser). Vergessen Sie nicht: Je früher eine Läsion entdeckt wird, desto grösser sind die Heilungschancen. Hier die 2 Grundregeln für eine gute Zahnhygiene:

  • Sich 3-mal pro Tag nach jeder Mahlzeit die Zähne putzen (morgens, mittags und abends). Falls nicht möglich mindestens am Morgen und am Abend. Mehr dazu erfahren.

  • Ein Hilfsmittel benutzen, um die Zahnzwischenräume zu reinigen. Brauchen Sie je nachdem Zahnfaden, kleine Bürstchen für die Zahnzwischenräume oder Zahnstocher (1-mal täglich), um sämtliche Speisereste, die sich zwischen den Zähnen befinden, zu entfernen.

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Ausserdem...
Der Zigarettenkonsum erhöht nicht nur die Auslagen für die zahnärztlichen Untersuchungen, sondern wirkt sich auch negativ auf die Behandlung selbst aus. So heilen die Wunden nach einer Zahnextraktion z.B. bei Rauchern viel langsamer. Muss ein Implantat eingesetzt werden, sind die Komplikationen vor allem im Oberkiefer sehr viel häufiger: Es kann sich z.B. um Entzündungen der benachbarten Gewebe (Peri-Implantitis) oder sogar den Verlust des Implantats handeln. Die Misserfolgsrate in der Implantologie ist signifikant höher für Racher als für Nichtraucher. Dennoch kann mit dem Rauchstopp eine günstigere Entwicklung erwartet werden.
Quelle: Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft

 

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