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Tipps und Tricks, um mit dem Rauchen aufzuhören

Impfung gegen Nikotin: Wie weit ist die Forschung?

Um den Rauchern beim Rauchstopp zu helfen, gibt es Nikotinersatzprodukte, die aber nicht immer wirksam sind, vor allem langfristig. Deshalb braucht es neue Behandlungen. Die Impfung gegen Nikotin ist einer der Forschungszweige. Wie wirkt sie? Wie weit sind die Versuche? Ein Zoom auf die Impfung gegen die Nikotinabhängigkeit: Das Prinzip

In den Zigaretten ist Nikotin der am meisten abhängig machende Inhaltsstoff. Diese natürliche Droge wird auch vom Gehirn hergestellt. Und wie alle Substanzen, die eine Abhängigkeit hervorrufen können, erhöht Nikotin die Dopaminmenge im Gehirn, eines Neurotransmitters*, der beim Empfinden von Freude auftritt. Die Wirkungsweise des Nikotins? Es ahmt einen natürlichen Neurotransmitter nach, das Acetylcholin, und bindet an seine Rezeptoren (die Nikotinrezeptoren). Diese Rezeptoren werden von Neuronen des Belohungssystems getragen, den dopaminergen Neuronen. Nikotin stimuliert diese Neuronen. Je mehr diese Rezeptoren stimuliert werden, desto mehr Dopamin wird freigesetzt.
* Die Gehirnzellen kommunizieren untereinander via Neurotransmitter.

Das Prinzip einer Impfung gegen Nikotin sieht wie folgt aus: Nikotin im Blut neutralisieren, bevor es ins Gehirn gelangt. Dazu muss Nikotin sichtbar gemacht werden, damit es vom Immunsystem erkannt wird. Tatsächlich ist Nikotin ein sehr kleines Molekül, das einfach durch die natürlichen Schranken geht, um schliesslich das Gehirn zu erreichen. Daher die Idee, Nikotin mit Teilen eines inaktiven Virus zu verbinden, um eine Immunreaktion hervorzurufen, die Herstellung von Antikörpern gegen Nikotin. Bei einer immunisierten Person bindet Nikotin sich an die Antikörper. Dieser Komplex ist dann zu gross, um die Blut-Hirn-Scharnke zu passieren. Die Nikotinmenge, die ins Gehirn gelangt, ist dann viel schwächer, was eine Verminderung des Rauchgenusses beim Rauchen verursacht.

Wichtig dabei ist, dass das Rauchverlangen durch diese Impfung nicht abgeschwächt ist, aber dass Rauchen dieses Bedürfnis nicht mehr stillt. Diese Impfung könnte den Rauchern beim Rauchstopp und auch bei der Prävention der Rückfälle nach dem Rauchstopp helfen.

Impfung gegen Nikotin: Mehrere Labors im Wettlauf

Weltweit arbeiten Wissenschaftler seit mehr als 10 Jahren an einem Anti-Tabak-Impfstoff. Drei Labors sind am weitesten: Celtic Pharmaceuticals Holdings (Impfung Ta-Nic), nabi-GSK (Impfung NicVax), Cytos Biotechnology (Impfung Nic 002). Die getesteten Impfungen sind therapeutische Impfungen für Raucher, die den Rauchstopp mit anderen Entzugsmöglichkeiten nicht geschafft haben.

Präklinische und Phase I/II Studien am Menschen haben gezeigt, dass diese Impfungen die Herstellung von Antikörpern gegen Nikotin auslösen, dass sie gut vertragen werden und dass die Entzugschancen mit erhöhter Antikörperkonzentration stiegen.

Im Jahr 2007 startete Celtic Pharmaceuticals Holdings LP die Phase II seiner klinischen Studie über die Anti-Nikotin-Impfung Ta-Nic, um die Abstinenzrate nach 6 Monaten und die Umschädlichkeit zu überprüfen. Die Resultate sind noch nicht bekannt, aber die Phase I hatte schon die Abstinenzrate nach 12 Monaten bei geimpften Rauchern ermittelt.
Etwas früher zeigte die Phase II der klinischen Studie über NIC002 (auch als Nikotin QB oder CYT002-NicQB bekannt) von Cytos Biotechnology, dass die Impfung dem Entzug beim Rauchstopp förderlich ist und ihn verstärkt, und dies bei höheren Anti-Nikotin-Antikörperkonzentrationen. Dennoch traten Nebenwirkungen (gliche Symptome wie bei einer Grippe) bei vielen Personen nach der Impfung auf. Im Jahr 2007 schloss CYTOS ein Partnerschaftsabkommen mit Novartis. Im Jahr 2008 wurde die Phase II des Impfstoffs mit einer neuen Formulierung angefangen, um die Nebenwirkungen einzudämmen. Dennoch haben die ersten Daten gezeigt, dass das erste Ziel (ein kompletter Entzug nach 8 bis 12 Monaten Behandlung) nicht erreicht wurde. Bestimmt, weil mit NCI002 nicht genügend Antikörper hergestellt wurden.

Nabi/GSK haben aufschlussreiche Resultate der Phase II Studie Ihrer Impfung NicVax gezeigt. Sie ist gefahrenlos, wird gut vertragen und führt im Allgemeinen zu sehr hohen Anti-Nikotin-Antikörperkonzentrationen. Bei mit NicVax Geimpften konnte ein Zusammenhang zwischen der Antikörperkonzentration und der Rauchstoppfähigkeit gefunden werden. Eine signifikante Anzahl Personen konnte mit Rauchen aufhören und langzeitig abstinent bleiben. NicVax ist momantan in der Phase III der klinischen Tests. Das Labor versucht, die effektive Wirksamkeit bei Rauchern zu ermitteln. Wenn diese Versuche erfolgreich sind, könnte diese Impfung schon bald auf dem amerikanischen Markt erhältlich sein.

Ausserdem ist das unabhängige Labor Pharmaceutica AB ist daran, Niccine zu entwickeln, eine Impfung als Prävention und Behandlung gegen die Nikotinabhängigkeit. Im Jahr 2008 meldete das Labor, dass 355 Raucher für seine Phase II Studie gefunden wurden. Das Ziel dieser Studie? Die Fähigkeit der Impfung aufzuzeigen, die Rückfälle beim Rauchstopp zu verhindern.

Impfung gegen Nikotin: Weitere Fragen

Die erhaltenen Resultate sind vielversprechend, aber es gibt noch einige Fragen bezüglich diesen Anti-Tabak-Impfstoffen. Zuerst über die nötigen nochmaligen Impfungen. Mit diesen Impfungen ist es möglich, gegen den Rückfall durch wiederholtes Impfen in einem gewissen Zeitintervall zu schüten, aber zur Zeit wurde noch keine Studie über das wiederholte Impfen durchgeführt. Ausserdem sind intramuskuläre Injektionen schmerzhaft, vor allem, wenn sie regelmässig gemacht werden müssen. Andere Impfstoffformen sind folglich vorzusehen. Ein Versuch an Mäusen hat gezeigt, dass man mit einer intranasalen Impfung eine signifikante Anti-Nikotin-Antikörperkonzentration erreicht.

Eine andere Frage zu dieser Impfung: Könnte man eine prophylaktische Impfung in Betracht ziehen, die verhindern würde, dass man vom Tabak abhängig wird? Das wirft viele Fragen auf: Kann man gegen ein Verhalten (keine Krankheit) impfen? Wie steht es mit der Einwilligung? Könnten zum Beispiel Eltern Ihre Kinder oder Teenager präventiv ohne deren Zustimmung impfen lassen? Würde diese Impfung die Information über die Tabaksucht und ihre Gefahren ersetzen?

Schliesslich kann Nikotin als Behandlung eingesetzt werden, vor allem bei geschwürartiger Kolitis (Darmentzündung). Eine Präventivimpfung würde den Gebrauch von Nikotin als Medikament ausschliessen.
Die Impfung gegen Nikotin scheint heutzutage eine mögliche Lösung im Kampf gegen den Tabak zu sein. Aber sie ist bestimmt nicht die einzige Lösung. Studien zu neuen pharmakologischen Wegen sind übrigens im Gange. Und auf alle Fälle scheint es nötig, eine psychologische Unterstützung zusätzlich zur Behandlung zu gewährleisten.

Bibliographie

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