FAQ - Entzugserscheinungen und Umgang mit dem Entzug


Dringendes Rauchbedürfnis

Frage: Ich habe bald meinen 5. Monat nach dem Rauchstopp hinter mir. Trotzdem habe ich festgestellt, dass ich ein sehr grosses Rauchverlangen hatte. Ist das normal?

Antwort: Das Rauchverlangen kann mehrere Monate nach dem Rauchstopp auftreten. Im Allgemeinen vergeht es von selbst nach 3-5 Minuten. Das Beste ist, zu warten und dagegen mit einer Ablenkungstätigkeit vorzugehen (etwas essen oder trinken, einige Schritte gehen, etc).


Agressivität

Frage: Ich lebe mit einem Raucher zusammen, der sehr aggressiv wird, wenn er mit Rauchen aufzuhören versucht, was er jedes Mal versucht, wenn er krank ist, ungefähr alle 5 Monate (akute Bronchitis). Wie könnte die Medizin ihm helfen? Danke.

1) Antwort von Dr. Akram Chafei, Arzt und Tabakologe (Kairo, Aegypten), der Ihnen per Video antwortet

2) Antwort von Dr. J.P Humair, Arzt und Tabakologe am Kantonsspital Genf:
Wenn Ihr Partner seine Ruhe beim Rauchstoppversuch verliert, dann hat das zwei Gründe:
1. Er hat Nikotinentzugserscheinungen, die ihn reizbar machen. Die Lösung ist die Nikotineinnahme per Patch, Kaugummi oder Tabletten und das progressive Reduzieren der Dosis, um ganz mit Rauchen aufzuhören, über z.B. 2 oder 3 Monate.

2. Der Rauchstopp ist nicht wirklich freiwillig, wie der Virus, der ihn überrascht, ist er unerwartet. Eine Planung des Rauchstopps wäre besser, um ihn besser zu akzeptieren und eine bessere Prognose zu haben. Nur Mut, es ist nicht einfach, mit einem Raucher auf Entzug zu leben, aber er braucht Ihre Unterstützung!


Deprimiert, Depression

I. Seit 10 Tagen habe ich mit Rauchen aufgehört, ohne grosse Schwierigkeiten. Es ist etwas schwerer abends nach der Arbeit und nach dem Essen, aber im Allgemeinen meistere ich es ganz gut. Allerdings stelle ich wie die letzten Male fest, dass ich zur Depression neige, die jeden Tag schlimmer wird... und ich fürchte, dass es diese Depression sein wird, die mich wieder zur Zigarette greifen lässt...

Antwort von Dr. Akram Chafei, Arzt und Tabakologe (Kairo, Aegypten), der Ihnen per Video antwortet

II. Frage: Ich habe am 1. Januar 2007 mit Rauchen aufgehört... Ich fühle mich seither nicht gut... Es kam mit der Zeit... Ich habe das Gefühl, den ganzen Tag ängstlich zu sein, mir kommen die Tränen, sobald ich bei mir bin und ich habe Schlafstörungen... Nachts drehe ich mich von einer Seite auf die andere und tagsüber schlafe ich! Was soll ich tun? Was soll ich einnehmen?

Antwort: Es ist höchstwahrscheinlich, dass ihre Symptome von einer Depression verursacht sind, die sich im Allgemeinen 1-2 Monate nach dem Rauchstopp manifestiert. In den meisten Fällen geht sie wieder vorbei. Manchmal muss man bei einer Gesundheitsfachperson Hilfe suchen und für eine befristete Dauer Medikamente zu sich nehmen.
Wenn Ihre Symptome andauern, schlage ich Ihnen vor, Ihren Arzt aufzusuchen. Nur Mut und halten Sie durch.

III. Frage: Ich möchte wissen, wie lange es dauert, um die meisten (unangenehmsten) Nebenwirkungen hinter sich zu lassen.
Ich habe nun meine dritte Woche geschafft (anfangs habe ich mehrere Male nachgegeben und einige Zigaretten geraucht). Ich weiss nicht, ob das die Nebenwirkungen andauern lässt und ich möchte wissen, wann die Besessenheit aufhört (oder sich zumindest beruhigt) und wann der Katzenjammer vorbei ist.... Als Mutter einer grossen Familie mit kleinen Kindern kann ich nicht zu sehr deprimiert sein. Ich habe 26 Jahre intensiver Tabaksucht hinter mir (zwischen 4 Zigaretten und einer Packung pro Tag) und die Stopps haben die letzten zehn Jahre nie mehr als 2 Tage gedauert, eine Woche mit ca. 16 Jahren.

Antwort: Im Allgemeinen treten die physischen Nikotinmangelerscheinungen 24 Stunden nach dem Rauchstopp auf, erreichen ihr Maximum nach 48-72 Stunden und das Meiste vermindert sich nach 10-30 Tagen, je nach Abhängigkeitsgrad (für Sie mindestens 30 Tage!), und verschwinden nach 6-8 Wochen. Jede Zigarette reaktiviert jedoch die Abhängigkeit und dann den Entzug... Das ausgelöste Verlangen in Situationen, in denen der Ex-Raucher rauchte, vermindert sich langsamer: In 6-12 Monaten mit geringerer Häufigkeit und Intensität; aber schon nach 1-2 Monaten sind es meistens nur noch Ideen, die nichts mehr mit dem Verlangen zu tun haben. Es handelt sich dabei um allgemeine Tendenzen und es gibt nicht wenige Unterschiede von einer Person zur nächsten. Schlussendlich können alle diese Syptome deutlich vermindert werden, und zwar durch die Einnahme von Nikotinersatzprodukten oder Zyban in angebrachten Dosen. Angesichts der Schwierigkeit des Entzugs empfehle ich Ihnen wirklich die Hilfe einer Fachperson. Tatsächlich erhöhen diese Massnahmen wirklich Ihre Erfolgschancen.


Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Energiemangel

I. Frage: Seit einer Woche habe ich nun mit Rauchen aufgehört. Seither erwache ich 1-2 Stunden früher als normal. Können Sie mir sagen, ob das mit dem Nikotinentzug zu tun hat und wann diese Effekte abklingen werden?

Antwort: Schlaflosigkeit ist eine typische Tabakentzugserscheinung. Alle diese Störungen, Schlaflosigkeit inbegriffen, sind durch Nikotinersatzprodukte (Patch, Kaugummi, etc.) abgeschwächt. Schlaflosigkeit nach dem Rauchstopp kann mehrere Wochen andauern. Die Nikotinersatzprodukte müssen während 12 Wochen nach dem Rauchstopp eingenommen werden.

II. Frage: Ich habe mit Rauchen aufgehört (es ist mein dritter Versuch), das war vor nur vier Tagen und schon ist mein Schlaf anders, ich schlafe sehr früh ein und bin gegen 2 Uhr nachts wach, ich hatte dieses Problem schon bei meinem ersten Versuch gehabt, weil ich keine Medikamente einnehmen wollte, um meinen Schlaf zu regulieren, habe ich schlussendlich zur Zigarette gegriffen.
Was mich dieses Mal stark motiviert, ist die Tatsache, dass mein 16-jähriger Sohn am selben Tag wie ich aufgehört hat, ich versuche es heute vor allem seinetwegen nochmals. Gibt es kleine Tricks, um einen problemfreien Schlaf zu haben?

Antwort: Wenn man mit Rauchen aufhört, ist eine der Entzugserscheinungen die Schlafstörung. Dieses Symptom kann abgeschwächt werden, wenn Nikotinersatzprodukte eingenommen werden. Diese werden auch Ihren Nikotinentzug erleichtern. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Ich gratuliere zu Ihrem Rauchstopp zusammen mit Ihrem 16-jährigen Sohn! Es ist sehr wichtig, seine eigene Motivation zum Rauchstopp zu finden.

III. Ich habe den Entzug mit Patchs und Kaugummis behandelt, habe den letzten Patch vor 3 Tagen entfernt und schlafe seither dauernd, ich bin müde, meine Aerztin hatte mir schon meine Dosis an Antidepressiva erhöht und es ging besser, aber seit ich keine Patchs mehr habe, fängt es wieder an. Ich kaue weiterhin Kaugummis. Was kann ich tun?

Antwort von Dr. Akram Chafei, Arzt und Tabakologe (Kairo, Aegypten), der Ihnen per Video antwortet

 


Gewichtszunahme

I. Frage: Ich möchte wissen, wie lange nach dem Rauchstopp die Gewichtszunahme andauert? Ich habe meine Essgewohnheiten nicht wirklich geändert (aber ich passe trotzdem auf), und einen Monat nach dem Rauchstopp habe ich ungefähr 1 kg zugenommen. Ist das ein schlechter Start oder eher eine Motivation?

Antwort: Die Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp verläuft stufenweise über mehrere Monate bis ungefähr ein Jahr. Aber die Gewichtszunahme hängt auch von Alter, der Menopause, den Essgewohnheiten, der körperlichen Aktivität, Medikamenten, etc. ab. Die Tabaksucht senkt das Gewicht der Raucher künstlich, indem der Appetit geringer und der Stoffwechsel, d.h. der Energieverbrauch, schneller ist. Beim Rauchstopp verschwinden diese 2 Wirkungen und der Exraucher kehrt zum Normalgewicht der Nichtraucher seines Alters und Geschlechts zurück, das 3-4 Kilos höher liegt. Gewisse Raucher nehmen mehr und manchmal viel mehr zu, weil sie einen Esszwang entwickeln, im Allgemeinen für Süsses, um den Rauchzwang zu ersetzen. Die Nikotinersatzprodukte und das Zyban reduzieren die Gewichtszunahme während der Einnahmezeit, aber vermeiden die Gewichtszunahme nach Behandlungsende nicht.

II. Frage: Ich habe seit dem 8. Januar mit Rauchen aufgehört. Ich habe 3 Päckchen pro Tag geraucht, habe aber 12 Kilo zugenommen und nehme weiter zu. Ich esse keine Süssigkeiten, abgesehen von zuckerfreien Bonbons, und mittags nur Rohkost. Was soll ich tun?

Antwort: Ich gratuliere zum Rauchstopp. Was die Gewichtszunahme angeht, nimmt man im Allgemeinen 4 kg zu, wenn man mit Rauchen aufhört. Der Grund dazu ist, dass man mehr während und zwischen den Mahlzeiten isst und weniger Kalorien verbrennt (die Zigarette verbrennt 8-10 Kalorien). Die beste Art, nicht zuzunehmen, ist es, das Gleichgewicht zwischen der Energieaufnahme und dem Verbrauch zu finden.

Ich empfehle Ihnen, zu überprüfen, was Sie an einem Tag essen: Essen Sie viel bei den Mahlzeiten? Essen Sie etwas Anderes als zuckerfreie Bonbons zwischen den Mahlzeiten? Essen Sie abends zu viel, weil Sie mittags nicht genug stärkehaltige Nahrungsmittel zu sich nehmen? Eine andere Frage, die Sie sich stellen müssen: Betätigen Sie sich körperlich genügend? Treiben Sie mehr Sport: Mindestens 3 Mal während 45 Minuten pro Woche und wenn das nicht reicht, lassen Sie sich von einer Ernährungsberaterin beraten; der Rauchstopp alleine kann eine derartige Gewichtszunahme nicht erklären.


Nase, Kehle und Atmung

I. Frage: Ich möchte wissen, wie man sich vor den Unannehmlichkeiten des Rauchstopps schützen kann (juckende Kehle, laufende Nase, störendes Gefühl im Ohr). Mir scheint, dass man während dem ersten Jahr schwächer ist. Was kann man tun, um weniger müde zu sein von diesen Beinahe-Erkältungen ohne Medikamente einzunehmen?

Antwort: Sie haben Recht zu sagen, dass sich der Körper während einigen Monaten "reinigt" und dass er anfälliger auf ORL-Infektionen reagiert. Unter einigen Monaten verstehe ich ungefähr 6 Monate. Um genauer zu sein, ist es das Verschwinden der entzündungshemmenden Wirkung des Zigarettenrauchs, und der Angriff der Pollen, Schadstoffe, etc. auf die Schleinhäute, die die Unannehmlichkeiten verursachen.
Aber seinen Sie beruhigt, dass geht sehr schnell vorbei. Um sich zu schützen:
1. Die Hände waschen beim nach Hause kommen oder bei anderen Leuten ankommen. Die Hände regelmässig mit Seife waschen und sie mit wegwerfbarem aufsaugendem Papier trocknen, ohne den Wasserhahn mit den sauberen Händen zu berühren, um ihn zuzudrehen. Wenn das unmöglich ist, muss mindestens das Handtuch sauber sein. Wenn man weiss, dass der Grippevirus drei Tage auf einer Plastic- oder Metalloberfläche überlebt, hat man verstanden, wieso die Epidemien so schnell und flächendeckend sind! Wenn ein Freund krank ist, kann man auch eine Maske tragen (oder ihm eine Maske geben), die man in der Apotheke kaufen kann. Keine FFP2 Maske, die sehr teuer ist, aber eine einfache ist ausreichend. Man vermeidet es, Leute mit Küssen zu begrüssen, wenn man krank ist, so verbreitet man den Virus weniger. Man begrüsst kranke Leute auch nicht mit Küssen, sie werden es sehr gut verstehen.
2. Eine Ernährung mit viel frischen Früchten und Gemüse, einen erholsamen, regelmässigen nächtlichen Schlaf, an die Aussentemperatur angepasste Kleidung und eine gute Feuchtigkeitsversorgung tragen zu einer guten Immunabwehr bei. Um die Abwehr zu stimulieren gibt es spezifische Vitamincocktails für die "Immunabwehr" mit Zink, Kupfer, Magnesium und Vitamin C.

II. Frage: Ich bin 31, rauche seit 16 Jahren und habe seit 3 Tagen mit Rauchen aufgehört. Ich bin wirklich entschlossen, dieses Mal nicht wieder anzufangen. Ich habe gelegentlich Asthma als Reaktion auf gewisse Allergien. Seit dem Morgen, an dem ich mit Rauchen aufgehört habe, seit 3 Tagen, brauche ich dauernd Ventolin. Ich habe permanent Asthma. Es ist ermüdend, ich bin sehr ausser Atem. Ich möchte diese Woche einen Pneumologen aufsuchen, aber es gibt nur 3 in meiner Stadt und ich fürchte, dass sie in den Ferien sind.
Ich bin etwas beunruhigt... Ist der abrupte Rauchstopp der Grund (ich rauchte 1 Päckchen pro Tag und nun brauche ich einen 21 mg Patch pro Tag)?

Antwort: Unter den Zusatzstoffen der Zigarette gibt es Substanzen, die eine Ausweitung der Bronchien verursachen. Es ist also möglich, dass sie durch Ihren Rauchstopp vorübergehend Ihr Asthma verschärfen. Es kann auch sein, dass der Rauchstopp Aengste hervorruft, die mit Atemschwierigkeiten einhergehen und die Sie als Asthma interpretieren können.
Der Pneumologe ist der Spezialist, um die Dinge richtig einzuschätzen, aber wenn alle Pneumologen der Stadt abwesend sind, kann der Sie behandelnde Arzt oder ein Allgemeinmediziner Sie auch behandeln. Er kann vorläufig Ihre Asthmabehandlung verstärken, was vermeiden wird, dass Sie vom Ventolin abhängen.
Ich gratuliere Ihnen jedenfalls für alle Ihre Bemühungen. Zusätzlich zum 21 mg / 24 h Patch, den Sie schon anwenden, können Sie z.B. auch 6 Kaugummis mit je 2 mg Nikotin gebrauchen, um das schwieriger zu behandelnde dringende Rauchbedürfnis zu behandeln.


Verstopfung

I. Frage: Seit ungefähr eineinhalb Wochen rauche ich nicht mehr. Ich hatte die Gewohnheit, eine Zigarette auf der Toilette zu rauchen. Die Tatsache, dass ich in diesem Moment nicht mehr rauche, führt zu Verstopfung.

Antwort: Wie Sie festgestellt haben, hat Nikotin eine anregende Wirkung auf die Darmbeweglichkeit, hilft Ihnen Stuhlgang zu haben und Sie haben sicher einen Automatismus für diese Situation entwickelt. Verstopfung ist eines der Symptome beim Nikotinentzug. Dieses Symptom wird nach und nach während den ersten 1-2 Monaten des Nikotinentzugs zurückgehen.

Da es unangenehm ist, rate ich Ihnen inzwischen, dagegen mit einem einfachen Mittel anzugehen, indem Sie morgens Tamarindenkonfitüre oder Dörrpflaumen essen, die Sie über Nacht in Wasser aufgeweicht haben. Man muss auch darauf achten, mindestens eineinhalb Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich zu nehmen, bei Sport noch mehr. Wenn das nicht reicht, sollte ein vorzugsweise pflanzenfasernhaltiges Abführmittel in Betracht gezogen werden.
Nur Mut bei Ihren Bemühungen, die zum Ziel führen werden, wenn Sie es schaffen, beim Gang zur Toilette auf die Zigarette zu verzichten. Wenn Sie diese Gewohnheit lange beibehalten, riskieren Sie wirklich, dass Sie Ihren Zigarettenkonsum nach und nach steigern, um schliesslich wie zuvor zu rauchen.

II. Frage: Seit 3 Wochen habe ich mit Rauchen aufgehört und bin eine glückliche Nichtraucherin! Mehrheitlich geht es aufwärts!!! Ich habe trotzdem ein Problem, seit ich mit Rauchen aufgehört habe. Ich habe Darmprobleme, oft Schmerzen und Blähungen, was wirklich nicht sehr angenehm ist und das seit meinem Rauchstopp... Ich hatte schon früher leichte Darmprobleme, aber nicht so schwere und langandauernde. Gibt es einen Zusammenhang mit dem Rauchstopp?

Antwort: Ja, das kann durchaus sein, weil Nikotin die Darmbeweglichkeit erhöht. Der Rauchstopp verlangsamt also die Darmbeweglichkeit, was sich in Blähungen und Verstopfung äussern kann, die beide durch den erhöhten Druck auf die Darmwand Bauchschmerzen verursachen können. Diese Symptome verschwinden nach und nach in 1-2 Monaten nach dem Rauchstopp. Es ist ratsam, genügend zu trinken, und mehr Fasern durch Früchte, Salate, Gemüse und Vollkorn zu essen und sich zu bewegen! Ein Abführmittel ist nur bei schwerer Verstopfung nötig.

III. Frage: Seit nun 8 Monaten habe ich zu rauchen aufgehört, im ersten Monat war ich sehr verstopft und habe eine normale Darmtätigkeit wiederhergestellt, indem ich viel Rohkost und und Früchte esse. Dennoch wurde letzte Woche eine Divertikulitis festgestellt, die nächsten Monat operiert werden soll. Der Arzt sagt mir, dass sie von der Verstopfung und dem Stress verursacht wurde. Konnte der Tabakentzug dies verursachen?

Antwort: Die Divertikulitis ist weder durch den Tabak noch durch den Rauchstopp zustande gekommen und kommt gleich oft bei Nichtrauchern und Rauchern vor. Allerdings kann der Rauchstopp die Verstopfung während den ersten Monaten verursacht haben, jedoch nicht lange genug, um einen Divertikel hervorzurufen. Die Divertikulitis ist eine Entzündung der Divertikel (Divertikulose) des Dickdarms, die oft mit zunehmendem Alter über Jahre (nicht in 8 Monaten) auftreten. Die Divertikelbildung wird durch Verstopfung und eine Ernährung mit geringem Fasernanteil begünstigt, aber es gibt wahrscheinlich auch andere, unbekannte Ursachen. Die Ursachen, die die Entzündung eines Divertikels (Divertikulitis) hervorrufen, sind unbekannt, genauso wie bei der Blinddarmentzündung. Ich zweifle daran, dass man es dem Stress zuschreiben kann, der jedes Mal, wenn man die Ursache nicht kennt, erwähnt wird. Ich bin sicher, dass der Arzt keinen stichhaltigen Beweis hat, dass der Stress die Ursache ist.

 

 

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Die Beraterinnen und Berater der Rauchstopplinie sind Profis, wenn es darum geht, einen Rauchstopp richtig vorzubereiten und eine geeignete Aufhörmethode zu wählen. Sie haben schon Tausenden Raucherinnen und Rauchern geholfen.

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