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Tipps und Tricks, um mit dem Rauchen aufzuhören

E-Zigarette: Stellungsnahmen von Experten für öffentliche Gesundheit

EU-Richtlinie über Tabakerzeugnisse (2016)

Die neue EU-Richtlinie (1) für Tabakerzeugnisse wird in den EU-Mitgliedstaaten seit dem 20. Mai 2016 angewandt. Eine Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2017 erlaubt den Unternehmen eine schrittweise Umsetzung. Festzuhalten ist, dass in dieser Richtlinie die Dampfprodukte den Tabakprodukten gleichgesetzt werden.

Die Richtlinie sieht vor, dass:

• Unternehmen den Mitgliedstaaten genau angeben, welche Inhaltstoffe in den Tabakprodukten verwendet werden (...)

• die Fläschchen, die für die Flüssigkeit der elektronischen Zigaretten verwendet werden, 10 ml nicht überschreiten dürfen und das Reservoir der elektronischen Zigaretten auf 2 ml beschränkt ist, damit zu intensives Dampfrauchen vermieden wird.

• der Nikotingehalt der elektronischen Zigaretten sich auf 20 mg/ml beschränkt, damit sie weiterhin frei verkauft werden können.

• jede Werbung oder irreführenden Angaben auf Tabakerzeugnissen verboten sind. Die Schaufenster der Verkaufsgeschäfte müssen uneinsichtig sein, um nicht zum Gebrauch und zum Kauf von elektronischen Zigaretten zu verleiten.

• eine Identifikation mit Tracking-System in der EU eingeführt wird, um den illegalen Handel mit Tabakerzeugnissen zu bekämpfen.

• die Mitgliedstaaten den Online-Verkauf von Tabakprodukten verbieten.

• Sicherheits- und Qualitätskontrollen für elektronische Zigaretten durchgeführt werden.

• der Verkauf an Minderjährige verboten wird.

• die Öffnung der Nachfüllpatronen für E-Flüssigkeiten zum Schutz von Kindern mit einem Sicherheitsmechanismus versehen sein müssen.

• auf den Produkten eine Gesundheitswarnung stehen muss.

• strenge Einschränkungen für Kommunikation und Werbung gelten müssen.

Kommunikation in jeder Form (ausser im professionellen Rahmen) kann also einem Verbot unterliegen. In der Europäischen Union wird verboten sein, Flyer zu verteilen oder Werbung zu machen. Das gilt auch für die Förderung oder das Sponsoring via Facebook oder Internet. Und die Begrenzung des Nikotingehalts von 20 mg / ml zwingt die Benutzer dazu, häufiger einzukaufen.

Die Haltung der FDA (Food and Drug Administration)

Im Jahr 2009 warnte die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) (2) in einem veröffentlichten Artikel über die möglichen Gefahren von elektronischen Zigaretten. Einige Labortests hätten das Vorhandensein von toxischen oder krebserregenden Substanzen, wie Nitrosamine, in den Nachfüllkartuschen nachgewiesen. Allerdings wurden wesentlich geringere Mengen nachgewiesen, als bei der Verbrennung von Tabak. Wenn daher die FDA vor der möglichen Toxizität von E-Zigaretten warnt, behauptet sie aber gleichzeitig nicht, dass sie ebenso gefährlich sind, wie gerauchte Tabakprodukte.

Im Mai 2016 veröffentlichte die FDA strenge Regeln für alle Tabakerzeugnisse, die auch die E-Zigaretten und die E-Flüssigkeiten beinhalten. Nur das Zubehör ist nicht betroffen. Diese Entscheidung dürfte den Benutzern der elektronischen Zigarette entgegenkommen, die versuchen, das Rauchen zu reduzieren oder gar zu beenden. Denn diese neue Verordnung regelt Herstellung, Einfuhr, Verpackung, Bezeichnung, Werbung, Verkauf und Vertrieb der E-Zigarette. Es wird ebenfalls besonders darauf geachtet, dass junge Menschen in den USA nicht zum Konsum derselben verführt werden(3).

Empfehlung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG Schweiz)

Das BAG rät zu grosser Vorsicht bei der Verwendung von elektronischen Zigaretten, da ihre Auswirkungen auf die Gesundheit noch nicht eindeutig untersucht worden sind. Es warnt auch vor möglichen Vergiftungen bei unsachgemässer Handhabung oder Vergiftungen bei Kindern, die Nikotin einnehmen, welches in einigen Nachfüllkartuschen vorkommt. Alle Informationen und Empfehlungen des BAG finden Sie im Informationsschreiben NO 146: Elektrische Zigaretten, elektronische Zigaretten, virtuelle Zigaretten.

2015 bestätigte das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen das Verbot für den Verkauf von E-Zigaretten mit Nikotin, diese Entscheidung (4) wurde vor Gericht angefochten und dann durch das Bundesverwaltungsgericht im März 2016 bestätigt (5). Lesen Sie hierzu den entsprechenden Artikel (6).

Die Haltung der WHO (Weltgesundheitsorganisation)

Für die WHO sind die längerfristigen Auswirkungen des Produkts nicht untersucht worden, vor allem was die wiederholte Inhalation von Substanzen angeht, die in den Dämpfen enthalten sind. Sie können für die Gesundheit (7) schädlich sein. In einem Bericht 2014 stellte die WHO fest, dass die Ergebnisse nicht ausreichen, um zu beurteilen, ob elektronische Zigaretten dabei helfen, mit dem Rauchen aufzuhören. Aus diesem Grund empfiehlt die WHO, die Raucher vor allem zu ermutigen, auf Tabak zu verzichten und sich von der Nikotinsucht zu befreien, mit Hilfe bewährter Behandlungsmethoden (8). Die WHO plant, die elektronische Zigarette der WHO-Rahmenkonvention im Kampf gegen Tabak zu unterstellen. Dieser Vorschlag wurde von rund 130 Forschern und Ärzten öffentlich unterstützt. Fünfzig Experten haben ihre Ablehnung signalisiert. Ohne sich strikt dagegen zu stellen, unterstreichen sie die Bedeutung der Unterscheidung der E-Zigarette zu anderen Tabakerzeugnissen. "Wenn der Gesetzgeber nikotinhaltige Produkte mit geringem Risiko in derselben Weise behandelt, wie die traditionellen Tabakprodukte [...], definiert er sie ungenau, wie wenn sie ebenfalls ein Teil des Problems wären [der Tabakabhängigkeit]. " In einem kürzlich veröffentlichten Bericht (9), empfiehlt die WHO ihren Mitgliedstaaten, eine strenge Politik zu vertreten, um den Handel mit E-Zigaretten zu begrenzen. Diese Haltung steht im Widerspruch zur WHO-Rahmenkonvention im Kampf gegen Tabak (FCTC), die in Artikel 1 vorsieht, vor allem eine Reduktion der Risiken zu erreichen (10).

Die Haltung der OFT (Französische Zentrale zur Prävention des Rauchens)

Die OFT veröffentlichte im Mai 2013 (11) einen umfassenden Bericht über die elektronische Zigarette. Dieser Bericht zeigt, "dass die Suche nach krebserregenden Stoffen im Dampf der E-Zigarette derzeit in keinem Produkt Stoffe nachweisen können, die für den Mensch möglicherweise krebserregend sind"(Bericht und Gutachten über die E-Zigarette, OFT, Mai 2013). In Frankreich müssen ab Januar 2017 alle Produkte den Vorgaben der französischen der TPD (Tabakproduktrichtlinie) (12) entsprechen.

Empfehlungen INCA (Nationales Krebsinstitut, Frankreich)

Für die INCA ist die E-Zigarette nicht das Äquivalent zu einem Tabakprodukt. Auch wenn sich die Kenntnisse über dieses Produkt laufend verbessern, gibt es doch immer noch Unklarheiten über seine Auswirkungen auf die Gesundheit. Fest steht, dass die Reizwirkung sowie die möglicherweise giftigen Bestandteile der E-Zigarette weniger schädlich sind, als beim Tabak. Auch wenn die E-Zigarette nicht unbedingt zu den gängigsten Methoden zählt beim Tabakentzug, verweist das INCA auf die Ergebnisse des INSE (2014) und hebt die Vorteile dieser Methode hervor: Reduktion der Risiken und sogar Rauchentwöhnung. Bereits 400`000 Franzosen haben mit Hilfe der E-Zigarette das Rauchen aufgegeben.

Die Haltung der Helvetic Vape (Schweizerische Vereinigung der Benutzer von E-Zigaretten) (14)

Helvetic Vape, ist ein Verein, dessen Ziel die Verteidigung und Förderung der Interessen der E-Zigaretten Benutzer ist. Er bekämpft das Verbot der Einfuhr und des Verkaufs von nachfüllbaren Flüssigkeiten, die Nikotin enthalten.

Der Verein ist der Auffassung, dass diese Beschränkungen im Widerspruch zu den Grundsätzen der Gleichbehandlung, der persönlichen und wirtschaftlichen Freiheit stehen: Benutzer von E-Zigaretten/Tabakraucher; Benutzer, die nikotinhaltige Flüssigkeiten bestellen können via Internet /Konsumenten, die kein Internet haben; Benutzer, die die Flüssigkeit über die Grenze kaufen/ Benutzer, die diese Möglichkeit nicht haben.

Es ist auch der Auffassung, dass diese Beschränkungen eigentlich gegen die Absicht des Bundes sind, die Risiken im Bereich Sucht zu senken, und dass auf diese Weise der Schwarzmarkt gefördert wird.

Nationaler Gesundheitsbericht England (Auszug (15))

1. Raucher, die erfolglos andere Methoden versucht haben, um vom Rauchen loszukommen, sollten ermutigt werden, E-Zigaretten auszuprobieren, um aufzuhören. Die Beratungsstellen für Raucher sollten sie dabei unterstützen, indem sie Verhaltenstipps geben.

2. Raucher, die nicht mit dem Rauchen aufhören können oder wollen, sollten ermutigt werden, zur E-Zigarette zu wechseln. So können sie die Gefahr für Krankheiten, die durch Tabakrauchen hervorgerufen werden, Tod und gesundheitliche Schäden vermindern.

3. Es gibt keine Beweise, dass E-Zigaretten bei Erwachsenen und Jugendlichen die Entschlossenheit abschwächen, längerfristig ganz mit dem Rauchen aufzuhören. Im Gegenteil, sie können vielmehr dazu beitragen. Versuche mit E-Zigaretten unter Nichtrauchern zeigten auch, dass E-Zigaretten nur sehr wenige Menschen zum Konsum verführen können, die nicht schon vorher regelmässige E-Zigaretten Benutzer waren.

4. Jüngste Studien unterstützen die Ergebnisse von Cochrane Review, dass E-Zigaretten helfen, mit dem Rauchen aufzuhören und den Zigarettenkonsum zu reduzieren. Es gibt ebenfalls Beweise, dass E-Zigaretten Raucher ermutigen, aufzuhören oder den Konsum zu reduzieren, selbst jene, die nicht aufhören wollen oder Unterstützung ablehnen. Weitere Untersuchungen auf diesem Gebiet sind erforderlich.

5. Bei richtiger Anwendung, birgen E-Zigaretten für den Benutzer kein Risiko für eine Nikotinvergiftung. E-Flüssigkeiten sollten aber kindersicher verpackt sein. Die Genauigkeit des angegebenen Nikotingehalts auf der Etikette gibt momentan keinen Grund zu Bedenken.

6. Während des vergangenen Jahres veränderte sich die Einstellung zur E-Zigarette. Sie wurde nun als ebenso schädlich wie herkömmliche Zigaretten angesehen. Dies im Gegensatz zur aktuellen Meinung der Experten, die schätzen, dass die E-Zigarette etwa 95% sicherer ist, als die herkömmliche Zigarette.

7. Der Schutz nichtrauchender Kinder und die Gewährleistung der Sicherheit und Wirksamkeit der Produkte auf dem Markt, sind wichtige Ziele. Neue Bestimmungen sollen die bestmöglichste Verwendung von E-Zigaretten erlauben.

8. Vorsicht und weitere Forschung auf diesem Gebiet sind erforderlich.

Bericht des Royal College of Physicians (UK) (Auszug (16)

• Rauchen ist die wichtigste Ursache für Tod, Behinderung und soziale Ungleichheit im Bereich Gesundheit, im Vereinigten Königreich.

• Die Versorgung von abhängigen Rauchern mit Nikotin, das ohne die schädlichen Bestandteile des Tabakrauches ist, vermag einen Grossteil des Schadens zu verhindern, der durch das Rauchen entsteht.

• Die Nikotinersatztherapie (NRT) ist für Menschen, die mit dem Rauchen aufhören wollen am wirksamsten, wenn sie durch professionelle Hilfe unterstützt und ergänzt wird und weniger wirksam ohne Unterstützung.

• E-Zigaretten werden als Produkte für Konsumenten angeboten. Sie gelten als viel beliebter, als die NRT-Produkte. Sie sind Ersatz und Konkurrenz zu herkömmlichen Zigaretten.

• E-Zigaretten scheinen wirksam zu sein, wenn der Raucher sie als Mittel verwendet, um mit dem Rauchen aufzuhören.

• E-Zigaretten sind momentan nicht auf Medikamenten Standard und deshalb wahrscheinlich schädlicher als NRT.

• Trotzdem dürfte es unwahrscheinlich sein, dass die Gesundheitsschädigung, durch die Benutzung und Inhalation der aktuellen E-Zigarette über längere Zeit, 5% der Schädigung übersteigen, die verursacht wird, durch das Rauchen von Tabak.

• Technologische Entwicklungen und verbesserte Standards bei der Produktion, könnten die langfristige Gefahr durch E-Zigaretten reduzieren.

• Es gibt Bedenken, dass E-Zigaretten das Tabakrauchen fördern könnten: Rauchen wird wieder selbstverständlicher, die E-Zigaretten funktionieren bei jungen Rauchern als Einstieg zum Rauchen. Sie werden verwendet für einen zeitlich begrenzten Rauchstopp und nicht mit der Absicht, dauerhaft vom Rauchen loszukommen.

• Allerdings zeigt sich bisher, dass E-Zigaretten fast ausschliesslich als sicherere Alternative zum Tabakrauchen verwendet werden, vor allem von Gewohnheitsrauchern, die den Schaden für sich selbst und für andere begrenzen, oder mit dem Rauchen völlig aufhören wollen.

• Nötig sind Beschränkungen, die negative Auswirkungen durch den Gebrauch der E-Zigarette reduzieren. Diese Beschränkungen sollten jedoch nicht die Entwicklung und den Einsatz von weniger schädlichen Produkten hemmen, die von Rauchern verwendet werden.

• Im Interesse der öffentlichen Gesundheit im Vereinigten Königreich ist es wichtig, die Verwendung von E-Zigaretten und NRT als Ersatz für das Rauchen so weit wie möglich zu fördern.

Referenzen:

(1) Offizieller Wortlaut der EU-Richtlinie (2014/40 / EU) und der offiziellen Website der Europäischen Kommission

(2) FDA: Evaluation von e-Zigaretten, vollständiger Bericht (2009)

(3) FDA: Verordnung über die neuen Tabakerzeugnisse (Mai 2016)

(4) (BAG: Die Entscheidung für die allgemeine Anwendung des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen in Bezug auf die elektrische Zigarette, elektronische Zigarette oder E-Zigarette, die auf Artikel 20 Absatz 5, in Beziehung .. Artikel 19 Absatz 4 Buchstabe a, et al 7, THG und die Haltung der Schweizer Behörden .... Bundesamt für Gesundheit (BAG), 12. Mai 2009 Artikel 37 der Verordnung. Lebensmittel und Konsumgüter und allgemeine Entscheidung (November 2015) https://www.admin.ch/opc/fr/federal-gazette/2015/7090.pdf

(5) Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts: http://www.bvger.ch/publiws/download?decisionId=68238c59-22a1-419d-9f73-eff31d80728d und Kommentare Helveticvape: http://helveticvape.ch/le-taf -juge-als-der-vapoteurs Nont-not-a-interest-würdig-of-Schutz-a-what-the-Produkt-of-vapotage-nicotines-can-be-gekauft-in-Swiss /

(6) 20 Minuten Presseartikel

(7) WHO: Elektronische Zigaretten haben nicht gezeigt, therapeutische Effekte (2008)

(8) WHO: http://www.who.int/fctc/cop/cop7/FCTC_COP_7_11_EN.pdf (2014)

(9) WHO: WHO über die Regulierung der Elektronischen Zigaretten Bericht und verwandte Erzeugnisse (2014)

(10) WHO-Rahmenkonvention http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/42812/1/9242591017.pdf

(11) Bericht und Gutachten über die E-Zigarette (OFT) http://www.ofta-asso.fr/docatel/Rapport_e-cigarette_VF_1.pdf

(12) Tabakproduktrichtlinie: http://ec.europa.eu/health/tobacco/docs/dir_201440_en.pdf

(13) http://www.e-cancer.fr/Comprendre-prevenir-depister/Reduire-les-risques-de-cancer/Tabac/La-cigarette-electronique

(14) und http://helveticvape.ch/ http://helveticvape.ch/WP/wp-content/uploads/2015/05/Helvetic-Vape_AVIS-DE-DROIT_-24-04-2015.pdf

(15) Öffentlicher Gesundheitsbericht England: https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/457102/Ecigarettes_an_evidence_update_A_report_commissioned_by_Public_Health_England_FINAL.pdf

(16) Bericht des Royal College of Physicians (UK) https://www.rcplondon.ac.uk/projects/outputs/nicotine-without-smoke-tobacco-harm-reduction-0

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