FAQ Auswirkungen des Tabaks auf die Gesundheit

I. Frage: Seit einem Jahr versuche ich auzuhören; ich denke, dass ich vor allem psychologisch vorwärtsgekommen bin, dank den Medikamenten, dem Diskussionskorm und der Recherche über die zerstörerischen Wirkungen des Tabaks. Ich habe soeben einen Artikel über die Studien von Sir Richard Doll gelesen und bin schockiert zu erfahren, dass der Tabak die DNA und gewisse Gene unwiderruflich verändert. Ich gebe keine weiteren Details an, aber können Sie mir sagen, was Sie darüber denken?

Antwort: Die Wirkung auf die DNA ist der krebserregende Mechanismus. Mehr als 50 im Rauch enthaltene Substanzen haben einen krebserregende Wirkung auf die Zellen verschiedenster Organe. Diese Wirkung verändert die DNA-Struktur der Zellen. Gewisse Veränderungen werden durch die Zelle repariert, aber durch das dauernde dem Tabak Ausgesetztsein werden diese zu irreversiblen Mutationen, die Krebszellen hervorrufen, die sich unkontrolliert teilen. Am Anfang ist der Krebs ganz klein, führt dann zu Symptomen und leider auch oft zum Tod!

II. Frage: Ist es gefährlich, 4 Zigaretten pro Tag zu rauchen?

Antwort: Die Gesundheitsrisiken existieren sogar für Nichtraucher, die passiv dem Rauch anderer Leute ausgesetzt sind. Diese Risiken sind natürlich schwächer als für Raucher, und höher bei starken als bei Gelegenheitsrauchern. Der Vorteil ist, dass es bei 4 Zigaretten pro Tag deutlich einfacher ist, mit Rauchen aufzuhören. Weiterzumachen heisst, das Risiko auf sich zu nehmen, seinen Konsum zu erhöhen, noch abhängiger zu werden und folglich mehr Schwierigkeiten zu haben, aufzuhören!

Schwangerschaft und Tabakmissbrauch

I. Frage: Ich bin schwanger, habe aber nicht wirklich Lust, mit dem Rauchen aufzuhören, weil ich gerne rauche. Ist das so schlimm?

Antwort: Ihre Tabaksucht verursacht sehr schwerwiegende Risiken für Ihr Kind. Besser, Sie hören jetzt mit Rauchen auf. Die Broschüre "Frauen und Tabak" wird Sie über die Risiken informieren und gibt auch nützliche Tipps für Ihre Schwangerschaft.

II. Frage: Ich bin seit einem Monat schwanger und möchte mit Rauchen aufhören. Was kann ich als Hilfe benutzen: Patch, Zyban, etc.? Bei meinem ersten Kind habe ich es nicht geschafft, mit Rauchen aufzuhören, weder während der Schwangerschaft noch während dem Stillen.

Antwort:
1. Zyban und Schwangerschaft:
Wie für viele andere Medikamente gibt es nur wenige Daten über die Wirkungen von Zyban während der Schwangerschaft beim Menschen. Es ist keine toxische Wirkung von Zyban auf die Entwicklung des Kindes während der Schwangerschaft bekannt, vor allem keine Missbildungen. Auch wenn man es vorzieht, es ausserhalb der Schwangerschaft zu verabreichen, ist es dennoch möglich, es während der Schwangerschaft einzunehmen. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Gynäkologen und entscheiden Sie zusammen, was die beste Lösung ist: Man muss die Giftigkeit des Tabaks während der Schwangerschaft in Betracht ziehen, die nachgewiesen ist, weil der Tabakmissbrauch das Risiko einer Fehlgeburt und einer Frühgeburt erhöht. Wenn Sie schwanger werden möchten, muss man mit einer Eliminierungszeit des Zybans von ungefähr einer Woche rechnen, nachdem es abgesetzt wurde.
Da der Wirkstoff des Zybans in die Muttermilch gelangt, wird vom Stillen während seiner Einnahme abgeraten.

2. Nikotinersatzprodukte und Schwangerschaft:
Die Nikotinersatzprodukte können bei Frauen angewandt werden, die ohne pharmakologische Hilfe nicht mit dem Rauchen aufhören können. Dabei bevorzugt man eher kurzzeitig wirkende Ersatzprodukte, also alle abgesehen vom Patch. Es wurde nicht gezeigt, dass Nikotin für den Fötus schädlich ist, und die Nikotinersatzprodukte geben nur 50-60% des beim Rauchen aufgenommenen Nikotins ab. Allerdings ist der Tabak ganz klar toxisch für den Fötus, nicht wegen des Nikotins, aber wegen den vielen (mehr als 4000) Substanzen, die er enthält.

Sexuelle Impotenz

Frage: Kann der Tabak der Grund meiner Impotenz sein und was kann ich dagegen tun?

Antwort: Die sexuelle Funktion beinhaltet 2 Prinzipien: Einerseits das Zentralnervensystem (mentale Stimulation), das mit den Hormonen zusammenarbeitet, andererseits das Herz und die Blutgefässe, die das Blut in die Gewebe der Muskeln pumpen, die die Erektion aufrechterhalten. Der Tabakmissbrauch kann diese beiden Systeme schwächen und zur Impotenz führen, weil der Tabakmissbrauch mit der abnormalen Abnahme des Blutdrucks im Penis zusammenhängt. Nicht wenige Studien haben gezeigt, dass Raucher ein doppelt so hohes Risiko haben, schwer oder leicht impotent zu sein. Was können Sie tun? Männer, die sich beklagt haben, ihre Erektion vor dem Orgasmus zu verlieren, haben ihre Impotenz komplett überwunden, indem sie mit Rauchen aufgehört haben.
Bibliographie: MANNINO, D.M., KLEVENS, R.M., FLANDERS, W.D. Cigarette Smoking: An Independent Risk Factor tor Impotence? American Journal of Epidemiology, Dec. 1994; 140(11):1003-1008.
Lesen Sie auch den Artikel "Tabak und Sexualität" von Dr. C. Rollini, Chef der Beratung in psychosomatischer Gynekologie und Sexologie der Genfer Universitätsspitäler (clinique à la Consultation de Gynécologie Psychosomatique et de Sexologie, Hôpitaux universitaires de Genève (HUG)).

Passivrauchen

Frage: Wie ist die Gesetzeslage in der Schweiz bezüglich dem Rauchen am Arbeitsplatz? Können Sie mir eine Organisation angeben, die mir weiterhelfen könnte? Ich teile das Büro mit einem starken Raucher und die Situation wird immer schlimmer.

Antwort: Das Bundesgesetz über den Schutz vor Passivrauchen wurde vom Parlament am 3. Oktober 2008 angenommen. Es ist seither verboten, in geschlossenen Räumen zu rauchen, die der Oeffentlichkeit zugänglich sind oder die mehreren Personen als Arbeitsplatz dienen. Die kantonalen Gesetzgebungen in Bezug auf den Schutz vor dem Passivrauchen sind im Allgemeinen noch strenger. Mehr Details auf der Webseite des BAGs: http://www.bag.admin.ch/themen/drogen/00041/03814/03815/index.html?lang=de.

 

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Die Beraterinnen und Berater der Rauchstopplinie sind Profis, wenn es darum geht, einen Rauchstopp richtig vorzubereiten und eine geeignete Aufhörmethode zu wählen. Sie haben schon Tausenden Raucherinnen und Rauchern geholfen.

Die Rauchstopplinie bietet Informationen und ausführliche Beratungsgespräche in mehreren Sprachen an.

 

 

 

   

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